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Umwelt

Schonende Linienführung

Die Geschichte der A9 im Oberwallis dauert schon über 50 Jahre und kennt zahllose Kapitel. Ohne an dieser Stelle im Detail auf die vielfältigen Gründe für die langwierige Planung und Realisierung einzugehen, lässt sich rückblickend aus Umwelt-Sicht zweifellos ein positives Fazit ziehen. Denn: wären die ersten Ideen zum Bau der A9 im Oberwallis umgesetzt worden, so hätten wir heute eine das Tal, die Dörfer und Naturräume durchtrennende Autobahn.

Das harte Ringen um die beste Variante hat sich also gelohnt: rund ein Drittel der Oberwalliser Strecke liegt bei der heutigen Realisierung in Tunnels und Gedeckten Einschnitten und entlastet dadurch Gemeinden wie Susten, Turtmann, Raron und Visp. Als besonderes Beispiel in Bezug auf den Naturschutz ist die Erhaltung und Aufwertung des Pfynwalds, einem "Naturjuwel" zu erwähnen.

Beispiel Pfynwald. Erst vor wenigen Jahren wurde die Strassenbrücke redimensioniert, welche Siders mit dem Camping TCS verbindet. Als sie gebaut wurde, sollte die A9 noch mit Pfeilern im Gerundensee stehen und anschliessend quasi im Bett des wilden Rottens bis nach Susten führen. Die Idee dahinter: man wusste um den Naturwert des Pfynwaldes und wollte diesen schützen, hatte aber noch nicht verstanden, dass die Auenlandschaft des Rottens im Pfynwald mindestens ebenso wertvoll ist.

Die heutige Lösung mit der "grossen Rochade" (Verlegung der SBB in den neuerstellten Tunnel, der Kantonsstrasse T9 auf das ehemalige Trassee der SBB und der Autobahn A9 auf die heutige Kantonsstrasse) erlaubt eine Rücksichtnahme auf die national bedeutenden Naturwerte im Pfynwald. Durch die zu rund 70 % unterirdisch verlaufende Trasseeführung kann sogar die Zweiteilung des Pfynwalds weitgehend aufgehoben werden (Fotomontage).

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